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Karate1-Turnier in Guadalajara
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Karate1-Turnier in Guadalajara

Die Olympiaqualifikation drückt den K1-Turnieren ihren Stempel auf: Sagenhafte 1354 Nennungen aus 475 Vereinen aus 82 Nationen aus allen 5 Kontinenten sprengten den Rahmen des Series A Turniers im spanischen Guadalajara, an dem auch die beiden nö. Athletinnen Kristin Wieninger und Funda Celo vom UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten teilnahmen. Sie fanden im Kata-Damen-Bewerb nicht weniger als 156 Starterinnen vor.

HSZ-Athletin Kristin Wieninger, 19, konnte sich in die besten 32 dieses Riesenfeldes vorarbeiten. Sie besiegte nach Freilos die Brasilianerin Claudina De Souza Aguiar mit 4:1 und danach die Italienerin Ilaria Paoletti mit 5:0. In der drauffolgenden Begegnung mit der unbekannten Japanerin Yui Umekage war mit einem 0:5 trotz einer wahren Top-Leistung Endstation. „Es gehört zu unserer Grundhaltung uns nicht auf Kampfrichterleistungen auszureden. Es muss aber einmal festgestellt werden, dass der vollautomatische Kniefall vieler Kampfrichter vor den Japanern groteske Formen annimmt. Es kann ja auch nicht jeder Österreicher automatisch Schifahren wie Marcel Hirscher!“ übt Sportdirektor Erhard Kellner ernsthafte Kritik.

Funda Celo, 16, aus Neulengbach muss sich in ihrer ersten Saison in der allgemeinen Klasse erstmal eingewöhnen, Erfahrung sammeln und versuchen Punkte für die Weltrangliste zu ergattern. Die SLZ/HASL-Athletin gewann auf der iberischen Halbinsel eine Runde gegen die Italienerin Valeria Bernardi mit 3:2 und blieb dann an der Niederländerin Mahsa Afsaneh hängen. Celo ist derzeit aufgrund von Transitionpoints, die von ihrer Silbermedaille bei den Jugend-Weltmeisterschaften herrühren, dennoch in der Weltrangliste der allgemeinen Klasse als Nr. 42 die beste Österreicherin vor Kristin Wieninger (Nr. 47) und der ehemaligen Vereinskollegin Patricia Bahledova (Nr. 72).  

Diese K1-Ranglistenturniere haben durch die Olympiaqualifikation eine neue Situation geschaffen, die aufgrund der Teilnehmermassen für alle Beteiligten (Organisatoren, Kampfrichter, Trainer/Coaches, Sportler) eine große Herausforderung darstellt. Kata-Sportler müssen 7-8 Wettkampf-Kata parat haben, war dann mit dem Olympiaziel in krassem Widerspruch steht. Die Aufnahme ins olympische Programm hat das Lager der Karate-Experten gespalten, da viele sich verkauft fühlen, weil die Karate-Bewerbe fürs Olympia-Programm empfindlich zusammengekürzt wurden:  So werden Gewichtsklassen zusammengelegt, Teambewerbe gestrichen und pro Bewerb sind weltweit nur zehn Starter/innen zugelassen, was im Kata-Bewerb nur 3-4 Kata erfordert. Das olympische Dabeisein wurde mit Kastration erreicht.

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